Unkonventionelle Ideen für die Zukunft von Unternehmen

In der weiter voranschreitenden Digitawirtschaft braucht es nicht nur die entsprechenden organisationalen Strukturen und ein effizientes
Qualitätsmanagement, sondern auch Spielraum fürs Experimentieren.

Inmitten des größten Veränderungs-Prozesses aller Zeiten bewegen sich Menschen, humanoide Roboter und künstliche Intelligenzen (KI) mit atemberaubendem Tempo aufeinander zu. Auf der ganzen Welt definieren Visionäre das Mögliche neu. Andauernde Vorläufigkeit ist das neue Normal. Unerwartete Ereignisse warten überall auf uns. Wir wissen nicht, ob oder wann sie kommen, doch wenn, dann kommen sie schnell. Nur die agilen, schnellen, jederzeit anpassungsfähigen Unternehmen mit mutigen und unkonventionellen Ideen werden überleben.

Mit diesen beiden Kniffen lassen sich Optimierungspotentiale schnell umsetzen.

Mit den richtigen Fragen lassen sich Verbesserungspotenziale zeitnah einfangen. Die Sprechblasen-Methode ist dafür ein sehr gutes Tool, das wie folgt funktioniert:

Malen Sie Sprechblasen, die sich gegenüberstehen, eine links und drei rechts. In die linke kommt eine ausgewählte Frage aus der folgenden Liste, die rechten sind leer, damit der Befragte seine Antworten dort einsetzen kann.
  • Die Goldstück-Frage: Welches sind die drei umsatzträchtigstenoder auch kostensparendsten Ideen, die Sie für uns hätten?
  • Die Sternenstaub-Frage: Welches sind Ihre drei verrücktesten/emotionalsten Ideen, die wir bei unseren Kunden umsetzen könnten?
  • Die Trüffelschwein-Frage: Welches sind die drei innovativsten Dinge, die wir schnellstmöglich einführen sollten?
  • Die Killer-Frage: Wenn es einen Sensemann gäbe, welches wären die drei Dinge, die er unbedingt dahinraffen müsste?
  • Die Ufo-Frage: Wenn Sie ein Außerirdischer wären, welche drei Dinge kämen Ihnen bei uns besonders merkwürdig vor?
  • Die Forum-Frage: Wenn wir ein Forum hätten mit dem Namen „Was bei uns total nervt“, welches wären die drei Hauptdiskussionspunkte?
  • Die Kaffeemaschinen-Frage: Wenn unsere Kaffeemaschine sprechen könnte, was würde ihr bei unserem Miteinander am meisten missfallen und am besten gefallen?

Diese Methode kann offen oder anonymisiert eingesetzt werden. Jeder Beschäftigte kann einzeln befragt werden oder wendet diese Methode im Rahmen eines Meetings an. Maßnahmenpakete entstehen daraus quasi wie von selbst. Die Verbesserungsvorschläge werden dabei von den Beschäftigten selbst erarbeitet. Neben Ehrlichkeit muss bei dieser Methode auch hohe Diskretion herrschen. Das formulieren Sie so: „Nur für interne Zwecke. Ziel dieser Aktion ist es, dass wir gemeinsam ein Hochleistungsteam werden.“

Interne Altlasten sind immer ein Hindernis auf dem Weg zu mehr Agilität, Effizienz und Innovation. Überflüssige Abläufe müssen gestoppt werden, komplizierte Prozesse vereinfacht und durch digitale Verfahren ersetzt werden. Die „Kill a stupid rule“-Methode setzt genau an diesem Punkt an.

Erteilen Sie ihrem Team also eine „Licence to kill“:
Von welchen nicht länger tauglichen Standards, Regeln, Normen und Prozessen und von welchem administrativen Unsinn sollten wir uns schnellstmöglich trennen? Im Rahmen eines Meetings bittet man die Anwesenden zunächst darum, innerhalb von zehn Minuten so viele „stupid rules“ wie nur möglich zu finden, auf Haftzettel oder Moderatorenkärtchen zu schreiben und an eine Pinnwand zu heften. Ist die Sammlung komplett, wird geclustert und dann priorisiert. Anschließend machen sie sich an die Arbeit, gefundene „stupid rules“ ganz zu streichen oder durch neue, agilere Vorgehensweisen zu ersetzen. Zum Start fangen Sie am besten dort an, wo sich am schnellsten etwas bewegen lässt. So legen Sie Trittsteine auf den Weg in die kommende Zeit.

Sie haben Fragen?

Sind Sie bereit, Ihr großartiges Projekt mit uns auf die nächste Stufe zu bringen?